Wir haben eine Berner Sennenhündin namens Dolly die kommenden März 2018 zehn Jahre alt wird.

Viele Jahre haben wir sie normal üblich ernährt, anfangs mit Trockenfutter wie es von der Züchterin empfohlen wurde und dann manchmal Dosenfutter und öfters haben wir selber was gekocht für sie. Leider hatte ich mich früher noch nicht so intensiv mit Ernährung beschäftigt.

Im März 2016 hat sie dann auf einmal gesundheitliche Probleme bekommen mit knapp 9 Jahren.

Aus heiterem Himmel konnte unsere Dolly nicht mehr gut aufstehen und ihr Hinterteil war sehr schwach. Bemerkt haben wir das in erster Linie, wenn wir mit ihr z.B. auf einer Forststraße gegangen sind, auf einmal hat sie sich hingesetzt und wollte nicht mehr weiter, obwohl sie sich zu Hause so auf einen Spaziergang gefreut hat und die Beschwerden wurden dann schlimmer.

Der erste Weg war dann zum Tierarzt um Einiges abzuklären. Dort wurde dann ein Röntgen + eine Blutabnahme veranlasst. Das Röntgen ergab, dass sie wahrsch. eine beginnende Cauda Equina hat, wo sich das Rückenmark/Nervenstränge komprimieren und zusätzl. auch beide Hüften mit Arthrosen belastet sind. Genaueres konnte letztes Jahr im Frühjahr die Tierärztin nicht sagen, weil sie meinte, dazu sei dann noch ein MRT-Bild von Dolly notwendig und wir sollen uns das überlegen, denn ein MRT vom Hund kostet an die 600,– bis 700,– Euro; außerdem sollen wir uns das überlegen wegen einer Wirbelsäulen-OP.

Wir bekamen erstmals div. Medikamente (Novalgin Tabletten und nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) mit dem Namen Caprieve. Die Medikamente hat sie leider nicht gut vertragen, sie „machte dauernd in unser Haus“, weil sie es nicht mehr schaffte bis wir sie runtertragen konnten und zudem hatte sie ganz „glasige“ Augen bekommen und enorm viel Wasser getrunken. Sie war allg. sehr geschwächt. Außerdem bekam sie noch Cortisonspritzen.

Leider wurde nichts besser, eher im Gegenteil, der Zustand verschlimmerte sich Tag für Tag und wir hatten schon Angst, dass wir zum Tierarzt müssten und der Arzt uns sagt, dass es besser ist Dolly von ihren Schmerzen und Leid zu erlösen.

 

Im April 2016 hat sie sich noch an der linken Vorderpfote die längste Kralle gezogen, weil sie am Boden in der Nähe einer Kommode gelegen ist, sich beim Aufrichten mit der Pfote an der Kommode eingefädelt hatte und beim Aufstehen sich verhängt hat und wahrscheinlich aus Panik ruckartig aufsprang. Sie hatte enorm an der Vorderpfote geblutet- nach der ersten Wunddesinfektion mit Betaisodona habe ich dann nach ein paar Tagen mit verschiedenen ätherischen Ölen (Therapiequalität) gearbeitet und alles ist wieder gut verheilt und sie musste auch nicht operiert werden an der Pfote, wie es die Tierärztin vorgehabt hätte. (weil sich zwischendurch “wildes Fleisch” gebildet hatte)

Mit den gesamten Medikamenten hatten wir nach einiger Zeit im Frühjahr selbst aufgehört, wie wir gesehen haben, dass ihr das Novalgin und die NSAR-Medikamente nicht helfen konnten, weil ihr Gesamtzustand viel schlechter wurde.

Wir haben dann beschlossen vorwiegend einen alternativen Weg einzuschlagen und haben begonnen verschiedene homöopathische Globuli und auch ätherische Öle zu verwenden, die wir ins Fell eingerieben haben. Oft habe ich die Öle in meinen Handflächen verteilt und ihr schön die Ohren einmassiert, aber nur an den Ohrspitzen, da man sehr aufpassen muss, dass nichts in den Gehörgang kommt.

Zudem war ich in dieser Zeit auch  noch bei meiner lieben Freundin Katharina Fuchs, die hervorragende Pendelarbeit an Dolly leistete. Dies hat alles wesentlich zu einer Genesung beigetragen. Ich habe daraufhin auch ein Pendelseminar bei Katharina besucht und selber an Dolly gependelt.

Außerdem haben wir dann im Rohkostblatt gelesen, dass Noah (Katharina s Hund) mit veganer Rohkost von seinen Krankheiten geheilt werden konnte und ich habe mich darauf hin mit Katharina in Verbindung gesetzt. Sie hat mir ihre Erfahrung mit ihrem Hund Noah weitergegeben und mir Tipps zur Umstellung auf eine vegane vegetarische rohe Hundeernährung zukommen lassen. Danach haben wir selber Dollys Fressen komplett umgestellt und das war wohl das Beste, was wir machen konnten, denn Dolly braucht bis heute KEINE Medikamente mehr!!! (Seit vorigen Frühjahr wo sie einige Wochen die Novalgin Tabletten und NSAR-Medikamente bekam (Carprieve) haben wir nie wieder Medikamente gegeben).

Sie bekommt  nur mehr homöopathisch Mittel, ätherische Öle, Bambuspulver und eine großteils vegetarische Ernährung mit ein wenig Fleisch und Insektenprotein.

Dolly bekommt im Gegensatz zu Noah nicht alles roh, aber es wird für Dolly frisch gekocht, eigentlich läuft das so nebenbei mit unserem Essen mit, ist absolut kein Mehraufwand.

Voriges Jahr im Frühjahr wie es ihr sehr schlecht ging, haben wir dann einmal über 1 Monat nur NUR vegetarisch gefüttert,  als eine Art „Entgiftungskur.

Der Vorteil ist, dass unsere Hündin so gerne Karotten (roh bzw. auch gedünstet) frisst, überhaupt so gerne Gemüse und auch Obst mag. Äpfel mag sie überhaupt so gerne.

Bei manchen Lebensmitteln muss man meiner Erfahrung nach aufpassen, denn nicht alles was der Mensch verträgt, verträgt auch automatisch der Hund. Z.B.: soll man Hunden KEINEN Birkenzucker füttern, wie es oft im Haushalt von vielen Leuten verwendet wird, denn diesen können  Hunde nicht verstoffwechseln, also sowas habe ich dann auch gar nie gekauft, damit der Hund nicht irrtümlich was davon bekommt.

Sie bekommt also meist vormittags eine Karotte und/oder Äpfel (in Stücke geschnitten), hin und wieder mag sie ½ Banane usw.  Karotten liebt sie über alles, auch Karottensaft! Wenn ich mir einen Saft frisch presse, dann will sie unbedingt auch was davon oder ab und zu einen grünen Smoothie.

Mittags bekommt sie ein abwechslungsreiches Mittagsmenü: Gemüse ist immer dabei (Rote Rüben, Karotten, Sellerie (Stangensellerie – Knollensellerie), Kohlrabi, Brokkoli, Karfiol) alles auch meist je nach Saison. Gerade beim Gemüse kann man sich austoben, gibt ja so viele Arten. Auch Grünkohl mag sie total gerne – aber wir überdünsten es schon kurz, also Gemüse ganz roh frisst sie eher nicht, mit Ausnahme der Karotten und Kohlrabi, dies frisst sie auch roh. Etwas Getreide bekommt sie auch immer dazu: z.B.: Quinoa, oft Hirse oder Reis oder Haferflocken. Sie mag auch gerne Hülsenfrüchte wie Linsen etc. Wir vermischen das jeweilige Gemüse mit Getreide und dann bekommt sie immer eine kleine Menge Fleisch (bei einer 500 g-Schale vom Fleisch hat sie 3-4 Tage ihre Ration). Dabei  verwenden wir nur gute Fleischqualität!!!, oft Bio-Faschiertes oder Gulaschstücke usw.

Hauptsächlich bekommt sie also Gemüse mit Getreide und eher wenig Fleisch im Verhältnis zu ihrem Gewicht, auch wenn viele glauben, dass ein 50 kg Hund viel Fleisch braucht.

Ich war anfangs auch am Überlegen ob wir BARFen, aber dann dachte ich, sie ist schon 9 Jahre alt und wir wollten sie dann nicht mit 9 Jahren komplett auf rohes Fleisch umstellen.

Was ich abschließend noch kurz anmerken möchte ist, dass Bambus meinem Hund auch sehr gut hilft. (Bambus bitte in höchster Qualität verwenden, da er dann viel Lichtenergie beinhaltet und eine richtige Energiepflanze ist). Ich habe voriges Jahr im Oktober mehr über den Bambus erfahren, v.a. über den Bambustee und das Bambuspflaster. Bambustee bekommt sie neben die Wasserschale, den „schlappert“ sie am Liebsten lauwarm und den gebrauchten getrockneten Bambusteebeutel bekommt sie auch über ihr Fressen gestreut bzw. darunter vermengt. Der Bambus ist wie Salatkräuter, den man selber auch in die Suppe geben oder als Salatkräuter verwenden kann.

Den halben Inhalt von einem Bambuspflaster, den man sich selber normalerweise auf die Fußsohlen über Nacht kleben kann z.B.: für eine Entgiftungs-, Entschlackungskur oder als Unterstützung bei Schmerzen, klebt man dorthin wo es weh tut.

Bambus enthält sehr viel Silizium/Kieselsäure (gut für Knochen, Sehnen und Muskeln etc.) und noch viele andere gute Inhaltsstoffe. Wir füttern Bambus seit ca. Nov. 2016 und sind der Meinung, dass das Bambuspulver und der Bambustee und vor allem die Fressensumstellung zur wesentlichen Besserung führte.

 

Es ist so toll, dass Dolly jetzt wieder alleine in den Garten kann und wir sie nicht mehr runtertragen müssen. Als Unterstützung haben wir einen mit Decken umwickelten Holzpfosten im Stiegenhaus noch immer in Verwendung, damit sie weiterhin keine Stiegen gehen braucht.

Wir sind überzeugt, dass ihr das guttut wie wir sie momentan füttern und wir sehen ja auch den Erfolg, dass sie jetzt wieder bessergehen, sogar manchmal etwas laufen kann und sogar oft übermütig vor Freude ist.

 

Für weitere Fragen bitte an Katharina wenden, sie leitet mir dann alles weiter.

Alles Gute und viel Freude mit euren Vierbeinern!